1000 köpfe und kein körper
der vesuch, eine krise zu bewältigen

von was ich in düsteren zeiten am liebsten abstand nähme, ist das ich, das wild um sich schlägt, sich vervielfältigt:
ich ich ich, tausend sich widersprechende, sich überlagernde stimmen.
„1000 köpfe und kein körper“ ist die weigerung, mich dieser dynamik auszuliefern, und der versuch, jedem wirren gedanken, jedem ich mit seinen vorwürfen, niedermachungen, zweifeln eine form zu geben, seine energie in materie zu schnitzen. ich tat dies obsessiv, jeden gedanken möglichst wertfrei betrachtend.
dann lagen sie da all die gesichter, gedanken, stempel; negative, bereit zur umkehrung.
es folgte eine meditative phase des repetitiven abbildens, druckens der stempel auf leinwand und papier. negativ wird positiv. abbilder, abstand entstehen: klarheit, ordnung.